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Den DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 2010
in der Sparte
Kabarett erhält
Erste Deutsche Zwangsensemble.
Damit zeichnet die Jury ein junges Kabarett-Trio aus,
das mit ungebremster Spielfreude, entwaffnendem Witz und zielgerichteter Provokation eine raffinierte Form des
Ensemblekabaretts auf die Bühne bringt. Die drei Solisten Mathias Tretter, Claus von Wagner und Philipp Weber ergänzen
sich im Zusammenspiel durch ihre Unterschiedlichkeit auf ideale Weise.
Den DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 2010
in der Sparte
Chanson/Lied/Musik erhält
Tina Teubner und Ben Süverkrüp.
Damit zeichnet die Jury ein Chanson-Duo aus,
das hintergründig, forsch und frech die Abgründe menschlicher Beziehungen auslotet.
Ihr neues Programm "Aus dem Tagebuch meines Mannes" ist virtuos, anrührend und politisch völlig inkorrekt.
Die Musikalität der beiden und Tina Teubners spitzbübisches Lächeln lassen ein Gesamtkunstwerk entstehen,
bei dem jeder selbst die größte Gemeinheit noch gerne annimmt.
Den DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 2010
in der Sparte
Kleinkunst erhält
Olaf Schubert.
Damit zeichnet die Jury einen Verfremdungskünstler aus,
einen Weltverbesserer im schaurigen Rauten-Pullunder, der an sich selbst scheitert.
Er wehrt sich erfolgreich – mit seiner allmählichen Verfertigung der Gedanken beim Stottern.
In seinen Geschichten redet er sich um Kopf und Kragen und erklärt jenen die Welt, die alles wissen, aber nichts verstehen.
Den Förderpreis der Stadt Mainz
zum DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 2010 erhält
Matthias Egersdörfer.
Damit zeichnet die Jury einen mittelfränkischen Misanthropen aus, der aus der wahren Ursache für seinen
cholerischen Charakter ein höchst amüsantes Geheimnis macht. Egersdörfers Tour de Force im grantelnden Dialekt,
begleitet von explosiven Zornesausbrüchen, bewegt sich durch den Dschungel von Drogen, Gelbwurst und Al-Qaida.
Den
Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz
zum DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 2010 erhält
Henning Venske und Jochen Busse.
Damit zeichnet die Jury zwei legendäre Urgesteine aus, die aktuell, zusammen mit dem Akkordeonspieler Frank Grischek,
ein quicklebendiges, hochspannendes politisches Kabarett machen – ebenso geistreich wie belebend.
Zwei Profis, angriffsfreudige Satiriker und komödiantische Kabarettisten, produzieren Erkenntnis-Spaß für Kopf und Herz.
Ute Nebel
Vorsitzende der Jury
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